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2011-10-11 Schmalreh | 7mm Rem Mag
11.10.2011 Schmalreh statt Bock Da nunmehr der 15. Oktober und damit das Ende der Bockjagd kurz vor der Tür steht, entschloss ich mich noch einmal für einen Ansitz. Die Wahl war schnell getroffen. Eine ca. 90 m breite Wiese zwischen zwei Maisflächen war schnell im Revier gefunden. Im Hinterkopf noch die Möglichkeit auf Sauen setzte ich mich auf eine offene Drückjagdkanzel an einer Ecke des Maisfeldes. Das Wetter war warm und sonnig, besser als im August. Nach Einsetzen der Dämmerung zog eine Ricke mit zwei Kitzen auf die Freifläche zum Äsen. Kurze Zeit später erschienen eine weitere Ricke mit Kitz, ein Schmalreh sowie ein Bock auf der "Bühne". Nunmehr waren sieben Stücke zusammengekommen die in einer Entfernung von ca. 150 m in aller Ruhe äsend umher zogen. Beim Ansprechen konnte ich sehen, dass es sich beim Bock wohl um einen Jährling handelt der zwar recht dünne Stangen diese aber bereits auf fast doppelter Lauscherhöhe trug. Die Enden waren zwar recht schwach und kurz aber dennoch schon als Sechsergeweih ausgebildet. Da wir in diesem Jahr noch einige Böcke frei hatten, entschloss ich mich den Schuss anzutragen. Die neue Mauser M03 im Anschlag mit Wechsellauf im Kaliber 7mm RemMag mit Sax KJG-SR verladen und einem Swarovski Z6i 2,5-15x56 HD montiert, beobachtete ich den ziehenden Bock. Die Vergrößerung auf 15-fach gedreht um das Geweih noch ein letztes Mal zu prüfen, legte ich das Absehen ei hoch hinter das Blatt. Plötzlich trat ein weiteres Stück vor den Bock und verdeckte die Sicht. Nachdem der Bock wieder einige Schritte machte stand dieser wieder breit und ich versuchte erneut mein Glück. Doch das gleiche Spiel ging weiter, einmal waren es die Kitze dann die Ricken die abwechselnd das Schussfeld kreuzten. Zwischenzeitlich war auch die Dämmerung vorangeschritten und das Ansprechen damit erschwert. Der Bock hob sein Haupt und zog spitz auf mich zu bis auf 134 m (Leica Geovid 10x42 gemessen) dann drehte er sich und stand breit. Das Fernglas beiseite gelegt, die Mauser in Anschlag gebracht, den Leuchtpunkt wieder hinters Blatt und die Kugel war raus. Im Augenwinkel sah ich den Bock munter und ohne irgendwelche Schusszeichen in den Mais ziehen gefolgt von den Ricken und Kitzen. Allein das Schmalreh stand noch am selben Fleck, wo ich den vermeintlichen Bock vermutete. Sie drehte sich langsam und machte einen Schritt Richtung Mais. Dann blieb sie stehen und nach ca. 5 Sekunden fiel sie um und blieb reglos liegen ohne zu Schlegeln oder sonstige Bewegungen zu vollführen. Das Sax KJG-SR Geschoss war sauber Hochblatt durch die Rippenbögen eingedrungen, hatte die Splitter freigesetzt die dann zusammen mit dem Restbolzen die Lunge großflächig zerstörten. Der Restbolzen trat dann auf der anderen Seite wieder durch die Rippen aus. Bis auf die zerstörte Lunge gab es keinerlei Wildbretentwertung zu verzeichnen. Glücklicherweise mussten wir auch noch weibliche Stücke erlegen, so dass der „Fehlabschuss“ weder einer war noch Probleme verursacht hat. Allerdings habe ich wieder feststellen müssen, dass einem eine zu große Vergrößerung am Zielfernrohr leicht den Überblick raubt!! Also im Zweifelsfall wenn mehreren Stücken dicht beisammen stehen, lieber auf 6-8 fache Vergrößerung runter drehen! Waidmannsheil Tobias B.
Schmalreh mit 7mm RemMag KJG-SR |
Lunge Mitte Durchgang Restbolzen - außen Splitter |
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Einschuss |
Rücken, Keulen ohne Hämatome |
Einschuss |
Ausschuss |
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